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Der starke Anstieg der Rohölpreise und die darauf folgende Erhöhung der Elektrizitätspreise hat viele von uns dazu gebracht sich an billigeren, alternativen Energiequellen umzusehen. Eine der Kosten effizientesten, verfügbaren Möglichkeiten ist die Nutzung von Erdwärme (geothermale Energie) zur Versorgung unserer Privathaushalte mit Heizwärme und Strom.
Geothermal beheizte Haushalte nutzen die Hitze, welche in der Erde unter der Erdkruste gespeichert ist, um damit Wärmepumpen zu betreiben, die der Stromerzeugung und der Wohnraumbeheizung dienen.
Hierzu wird unter dem Haus ein Rohrleitungssystem installiert, welches die unterirdische Erdwärme liefert und dann weiter zu den Pumpen transportiert. Dieses System kann das Haus sowohl aufheizen als auch herunterkühlen, je nach dem, wie die Pumpen eingestellt sind.
Im Winter nutzen geothermale Wärmepumpen die Erdwärme um das Haus zu erwärmen, während diese unterirdische Wärmequelle in der Sommerzeit eine Temperatursenkung ermöglicht.
Eine geothermal gestützte Heiz- / Kühlung- Anlage ist aus folgenden Komponenten zusammengestellt:
Geothermische Anlagen unterscheiden sich in Leistung und Beschaffenheit anhängig vom beabsichtigten Einsatz und von der Größe des Eigenheims bzw. Gebäudes, wo sie installiert werden. Ein integraler Bestandteil einer Erdwärmeanlage ist das Erdschleifensystem.
Man unterscheidet zwei Arten von Erdschleifen:
Die offenen und die geschlossenen Schleifen. Bei den offenen Erdschleifen Systemen zirkuliert Grundwasser oder Wasser aus einer anderen Quelle durch Rohre. Dieses Wasser wird erst zum Wärmeaustausch genutzt und fließt danach in einen Brunnen oder strömt sonst wie an die Oberfläche.
Beim geschlossenen Schleifensystem dagegen fließt eine Mischung aus Wasser und Antigefriermittel durch eine Reihe von versiegelten Leitungen. Dieses Rohrsystem kann vertikal oder horizontal in der Erde oder in einem nahe gelegenen Wasserbecken, etwa einem Teich, installiert werden. Für den Einsatz von Erdwärme im Privathaushalt ist ein geschlossenes Schleifensystem zu empfehlen (Geothermal Heizen im Selbstbau).
Viele Eigenheime nutzen Erdwärme um Heißwasser für den Eigenbedarf zu produzieren. Dies geschieht mit einer Wärmepumpe und einem "Wärmeleiter". Der Wärmeleiter leitet die überschüssige Hitze von der Wärmepumpe zum hauseigenen Wasserspeicher.
Besonders in den Wintermonaten, in denen die Wärmepumpe am meisten arbeitet, ist es eine kosteneffiziente Art des Heizens indem Hitze entweder ins Haus gebracht oder, wie im Sommer abgepumpt wird.

Geothermale Technologien sind zweifellos eine Kosten effektive und umweltfreundliche Energiequelle für einen zeitgemäßen, modernen Privathaushalt. Obwohl die Anfangskosten etwas hoch sind, ist es auf lange Sicht eine sinnvolle Investition, da bis zu 40% der monatlichen Stromrechnung eingespart werden können und sich eine Installation in der Regel innerhalb von 5 bis 10 Jahren ausbezahlt.
Falls Sie als Privatanwender Geothermie für Ihren Haushalt nutzen möchten, sollten Sie einen Fachbetrieb in Ihrer Nähe kontaktieren um herauszufinden, ob Erdwärme in Ihrer Gegend nutzbar ist und welche Technologie für Ihren Zweck am nützlichsten eingesetzt werden kann.
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Geothermie im Privathaushalt